the 5 seconds past art

Installation
Leo Peschta
2007

Ein mit einem Computer verbundenes, im Galerie-Raum verstecktes Mikrofon nimmt unaufhörlich die Gespräche der Besucher auf. Diese Audiodaten werden in Echtzeit analysiert und ihr Inhalt nach dem Wort „Kunst“ durchsucht. Wird das Programm fündig, zeichnet es die folgenden 5 Sekunden der Unterhaltung auf, verzerrt die stimmen zur Unkenntlichkeit, und reiht sie in eine Abspiel-Liste, die vor der Galerie mit einem versteckten Lautsprecher wiedergegeben wird.

Kunst Diskurs findet meist nur in geschützten Räumen statt, dem System “Kunst“ fremde sind meist nicht darin eingebunden. Besonders in der Galerie, in der diese Arbeit zum ersten mal gezeigt wurde, war das, selbst für die Betreiber, ein gewisses Problem. In einer der Ärmsten Gegenden Süd-Rotterdams gelegen, verirrten sich nur selten Passanten in die Räumlichkeiten.

Das daraus abgeleitete Ziel meiner Installation war es den Kunst-Diskurs hinaus aus dem geschützten Umfeld des Whitecube auf die Straße zu tragen, und ihn für die Austellungsdauer zu konservieren.