Wavesynth 2.0




Durch das Bedienen des Keyboards wird mittels mechanischer Klappen Wasser in einem Becken in Bewegung versetzt. Das Becken wiederum ist an mehreren Stellen mit Sensoren versehen die die Bewegung des Wassers messen und diese Daten an einen Computer weitergeben.

Mittels dieser Daten und dem von Mikrofonen abgenommenen Realklang des Wassers generiert ein Program Musik.(Es werden unterschiedliche Klänge abgenommen, zB. der Klang Unterwasser, Oberwasser, der Körperschall der Wanne, usw.)
Neben der Funktion als Klang und Ryhtmus stiftendes Element fungiert das Wasser auch als Eine Art von kurzfristigem Speicher. Jeder Anschlag einer Taste hat aufgrund dessen Trägheit über einen längeren Zeitraum Auswirkungen auf die Komposition. Da Wasser ein hoch emergentes System ist wird der Versuch es zu kontrollieren immer schwieriger je länger bzw intensiver man die Klappen betätigt. Bei nur wenigen rhythmischen Bewegungen der Klappen ist man in der Lage einen einfach nachzuvollziehenden Klang zu erzeugen, sobald man aber das Wasser von unterschiedlichen Seiten, in beliebigen Intervallen in Bewegung bringt entsteht ein kaotisches, schwer zu erfassendes System das trotz allem immer noch eine gewisse Rhythmik aufweist.

Auch die Art und die Positionierung der Sensoren spielen bei der Entstehung der Komposiion eine bedeutende Rolle. So erhält man zum Beispiel bei einer horizontalen Positionierung eines linearen Wiedersandes zur Wasserfläche die Daten der zeitlichen Ausbreitung der Welle. Bei einer vertikalen Positionierung die Qualität (Höhe) der Welle.

Wavesynth 2.0 ist eine Weiterentwicklung der temporären Installation wavesynth die ich ihm Rahmen des Digital-Claiming
workshops im Herbst 2007 auf der Insel Plocica (Kroatien) realisiert habe.
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