wavesynth

Installation
Leo Peschta
2007

Der Küstenbereich ist eine sich stetig verändernde Umgebung. Jeden Moment ist die Anordnung der Steine und des Wassers in ihm unterschiedlich, niemals gleich.
Durch den die Kraft des Aufpralles des Wassers am Ufer entstehen unterschiedlichste Klänge – in einer gewissen Rhythmik verbunden, da Wellen meist in so genannte „Wellenpaketen“ organisierten Gruppen auftreten, deren Wellenformen relative gleichmäßig sind.

Bei der Installation „wavesynth“ wurden einzelne, optisch (wo ist wann Wasser) und akustisch (wo erzeugt eine Welle interessante Klänge) relevante, Teile einer ca 10 Meter breiten Bucht mit Sensoren versehen. In das Wasser wurde ein geringer Strom eingeleitet (5V, 20mA)
Jedesmal wenn das Wasser mit einem der Sensoren in Berührung kommt, ändert sich der Strom Pegel an dessen Ausgang.
Als Sensoren wurden gespannte Widerstandsdrähte eingesetzt, die abhängig von der Position, an der sie mit Wasser in Berührung kommen, andere Werte liefern.
Ein Computer misst kontinuierlich den Strom an den einzelnen Sensoren, wandelt die Spannung in digitale Signale um, und leitet diese Daten zu einer Audio-Applikation weiter.

Diese Applikation nimmt den Realton der Bucht auf und verfremdet ihn anhand der Sensordaten in Echtzeit. Die transformierten Klänge werden wiederum mit Lautsprechern wiedergegeben und mischen sich so für den Zuhörer mit dem natürlichen Klang der Bucht.